Vorstand

Der Vorstand des Vereins besteht aus sieben Mund- und Fussmalenden Künstlern, einschliesslich Präsident/Präsidentin und Vizepräsident/Vizepräsidentin. Diese müssen Vollmitglieder der Vereinigung sein. Dem Vorstand gehört zusätzlich der Rechtskonsulent an.

An der Vollversammlung in Wien 2013 wurde Dr. Johannes Gasser von den Mitgliedern zum Rechtskonsulenten gewählt.

Serge Maudet

MaudetGeboren am: 01.02.1954
Geburtsort: Roussay
Vollmitglied der VDMFK seit: 1983
Malart: Mundmaler

Serge Maudet ist seit seiner Geburt an Händen und Beinen gelähmt. Seine Mutter brachte ihm schon zu seiner Kindheit bei, seinen Mund zu verwenden und mit ihm einen Stift zu halten. „Ich bin mit einem Pinsel im Mund auf die Welt gekommen. Die Malerei war meine erste Ausdrucksart. Als Kind zeichnete ich die Dinge, die ich nicht machen konnte und so wurde es dann für mich die Möglichkeit, meine Gefühle auszudrücken“, so der Mundmaler. Im Alter von 17 Jahren beschloss er, einen Buchhalterfernkurs zu belegen. Es wurde ihm sehr schnell klar, dass er für diese Arbeit nicht geschaffen war. Er entschloss sich, voll und ganz dem Zeichnen zu widmen. Mit 22 Jahren erhielt er ein Stipendium der Vereinigung. Im Jahre 1983 wurde er als Vollmitglied in die VDMFK aufgenommen. Im Oktober 2002 wurde er anlässlich der Vollversammlung in Lissabon in den Vorstand der Vereinigung gewählt. Im Juli 2013, anlässlich der Vollversammlung in Wien, wählten ihn die Mitglieder in das Amt des Präsidenten der Vereinigung der mund- und fussmalenden Künstler in aller Welt.

Serge Maudet nahm privaten Kunstunterricht bei einem Professor in Paris. Als Landschaftsmaler arbeitet der Künstler in der grossen Tradition des französischen Impressionismus. In vielen Bilder und manchen Details treten jedoch persönliche Züge einer malerischen Weltanschauung hervor. Serge Maudet nimmt jedes Jahr an zahlreichen Ausstellungen teil. Zudem hält er jährlich mehrere Kurse für jene ab, die sich in das Abenteuer der Malerei begeben wollen. Der grosse Erfolg, welcher Serge Maudet mit seinen Arbeiten und Kursen hat, führte dazu, dass die Medien des Öfteren über den Mundmaler berichteten.

Ruth Christensen

ChristensenGeboren am: 12.02.1929
Geburtsort: Lynge
Vollmitglied der VDMFK seit: 1982
Malart: Mundmalerin

Ruth Christensen verlor mit 11 Jahren durch einen Unfall beide Arme bis zu den Ellenbogen. In ihren Jugendjahren besuchte sie die Schule für Kunsthandwerk in Kopenhagen. Anschliessend war sie während vielen Jahren in einem Werbebüro als Graphikerin beschäftigt. Schon bei dieser Tätigkeit fand sie zu einem selbständigen Ausdruck bei ihren Blumen- und nordischen Weihnachtsmotiven. So gestaltete sie unter anderem die Weihnachts-Wohlfahrtsmarke der Königlichen Dänischen Post und 1992 für den Europarat in Strassburg die Weihnachtskarte.

Neben ihrem Beruf als Graphikerin begann Ruth Christensen mit dem Gestalten einer bildnerisch sehr anspruchsvollen Bildwelt. Starkfarbig-expressive Blumenstücke, Stilleben und Landschaften gehören zu ihren bevorzugten Motiven. Zudem bringt sie gerne die Brechung des Wassers zum Ausdruck. Hierbei bedient sie sich Gläsern, deren eingefülltes Wasser optisch Zweige und Blumen brechen. Sie sieht sich auch gerne veranlasst, Kinder, Tiere und Weihnachtsstimmungen zu malen. Diesbezüglich wählt sie in verschiedene Techniken. Bevorzugt wird von ihr jedoch Aquarell oder Ölfarbe. Mit ihren zahlreichen Werken konnte sie schon an vielen Ausstellungen teilnehmen. Ruth Christensen gehört seit 1982 als Vollmitglied der Vereinigung an.

1992 wurde sie in den Vorstand der VDMFK gewählt, dem sie bis heute angehört. Die Verbindung und die Freundschaft mit den Mund- und Fussmalenden Künstlern in aller Welt gehört zu ihren Hobbys. Besonders zu ihren Berufskollegen im Skandinavischen Raum pflegt sie regen Kontakt.

Kun-Shan Hsieh

HsiehGeboren am: 21.06.1958
Geburtsort: Taidong
Vollmitglied der VDMFK seit: 1990
Malart: Mundmaler

Da Kun-Shan Hsieh aus ärmlichen Verhältnissen stammte, musste er nach Abschluss der Volksschule bereits in einer Fabrik arbeiten. Als er 16 Jahre alt war erlitt er durch einen Stromschlag einen Arbeitsunfall. Hierbei wurde er so schwer verletzt, dass ihm beide Hände und das rechte untere Bein amputiert werden mussten. Zudem verlor er die Sehkraft des rechten Auges. Innerhalb von sieben Jahre brachte er sich selbst bei, Skizzen mit dem Mund zu zeichnen. 1980 lernt er bei einem bekannten taiwanesischen Maler das Malen. Im Jahre 1990 wurde Kun-Shan Hsieh Vollmitglied der Vereinigung. Seit dem Jahre 2002 gehört er dem Vorstand der VDMFK an.

Seine Werke wurden durch die impressionistische Schule und die fernöstliche Tradition tief beeinflusst. Seine Ölbilder sind voller variationsreicher Farbtöne und zeigen eindrucksvoll seinen optimistischen und heiteren Charakter. Beliebte Motive von Kun-Shan Hsieh sind Naturlandschaften, Stilleben und Tiere. Besonders liebt er Momentaufnahmen der Bewegung eines Flusskarpfens, der gemächlich schwimmt. Um die Grenzen für das Schaffen grossformatiger Bilder auszuloten, fertigte er innerhalb eines Jahres ein Werk namens “Goldener Teich” in einer Grösse von 259×182 cm an. Dieses Werk gewann 1997 den von der “Vereinigung besonders begabter Künstler” verliehenen Preis für visuelle Kunst in Amerika.

Im Jahre 2002 verfasste Kun-Shan Hsieh seine Autobiographie mit dem Namen “Ich bin Kun-Shan Hsieh”. Dieses Buch fand ein grosses Echo in Taiwan und erschien in mehreren Sprachen.

Manuel Parreño

ParrenoGeboren am: 22.11.1938
Geburtsort: Valverde del Camino
Vollmitglied der VDMFK seit: 1957
Malart: Fussmaler

Sieben Monate nach seiner Geburt erkrankte Manuel Parreño Rivera an Kinderlähmung, aus deren Folge seine Arme und Hände gelähmt blieben. Aus diesem Grunde sah er sich gezwungen, schon als kleiner Junge die verschiedensten Tätigkeiten mit den Füssen auszuführen. Von klein auf fühlte er sich zur Malerei berufen. Im Alter von vier Jahren fertigte er seine ersten Zeichnungen und mit acht Jahren gewann er den ersten Preis in einem Schulwettbewerb. Durch Eigeninitiative sowie durch Unterricht an der Kunstschule von Sevilla entwickelte er seine Techniken in künstlerischem Zeichnen und Malen weiter. Bereits 1957 wurde der Fussmaler Vollmitglied der Vereinigung. Seit 1995 gehört er dem Vorstand der VDMFK an.

Seine Lieblingsbeschäftigung blieb das Zeichnen und Malen. Im Laufe der Jahre konnte er für seine Arbeiten zahlreiche angesehene Ehrungen und Auszeichnungen entgegennehmen. Unter anderem wurde Manuel Parreñó Rivera im Jahre 1980 zum Professor des “Taller Municipal de Artes Plásticas” seines Heimatlandes ernannt. Im Jahre 2000 wurde er in Las Palmas de Gran Canaria zudem Ehrenmitglied der “Pontificia und Real Archicofradía de Nuestra Señora de la Soledad de la Porteria”, in der Ihre Majestät die spanische Königin Sofía Schirmherrin ist. Grund hierfür war die Präsentation und die Segnung eines Werkes für eine dortige Kirche.

Seine Werke konnte er mittels Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen schon weltweit der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen. Des Weiteren referiert er immer wieder über die Funktionsweise und Ziele der Vereinigung sowie über Kunst im Allgemeinen.

Tom Yendell

YendellGeboren am: 21.03.1962
Geburtsort: Winchester
Vollmitglied der VDMFK seit: 1996
Malart: Mund- und Fussmaler

Tom E. Yendell wurde contergangeschädigt ohne Arme geboren. Deshalb verwendete er von Kindheit an seinen Mund, seine Füsse und sein Kinn für die Aufgaben des täglichen Lebens. Im Anschluss an die Grundschule besuchte er die Kunstschule in Brighton, welche er erfolgreich mit einem akademischen Grad beendete. Bereits 1986 erhielt er ein Stipendium der Vereinigung. Nachdem er 1993 den Status eines Assoziierten Mitglieds erhielt, wurde er 1996 Vollmitglied der VDMFK. Im Juli 2013, anlässlich der Vollversammlung in Wien, wurde er in den Vorstand der Vereinigung gewählt.

Die graphischen Arbeiten von Tom E. Yendell weisen einen hohen Grad von Perfektion auf. Er malt gerne in kräftigen Farben und mit kräftigen Strichen. Inspirieren lässt er sich mehrheitlich von der Natur. Eine Spezialität des Mund- und Fussmalers sind streng ornamental und graphisch wirksam aufgebaute Weihnachtsmotive. Seine Werke konnte er schon oft bei Ausstellungen der Öffentlichkeit zeigen.

Tom E. Yendell zeichnet sich zudem durch sein Engagement für Behinderte Menschen aus. Schon zu seiner Studienzeit organisierte er ein Kunstseminar, an welchem 150 Behinderte teilnahmen. Weitere Öffentlichkeitsarbeiten folgten. In der Presse, im Radio und im Fernsehen macht er sich für das Schicksal behinderter Menschen stark. Des Weiteren hält er jedes Jahr mehrere öffentliche Vorträge über sich und die Arbeit der Vereinigung, welche auf grosses Echo stossen.

Thomas Kahlau

KahlauGeboren am: 18.07.1961
Geburtsort: Potsdam
Vollmitglied der VDMFK seit: 1995
Malart: Mundmaler

Thomas Kahlau besuchte die polytechnische Oberschule, bis er sich 1976 bei einem Badeunfall eine Querschnittslähmung zuzog, in dessen Folge er komplett gelähmt blieb. Seit 1978 lernte er viele Arbeiten mit dem Mund zu verrichten. Hierzu gehören auch die ersten Malversuche. In den Jahren 1978 und 1979 erhielt er Hausunterricht in einigen Schulfächern. Anschliessend besuchte er einen 1-jährigen Mal- und Zeichenunterricht bei einem Kunsterzieher und Maler. Im Jahre 1986 erhielt er ein Stipendium der Vereinigung. Seitdem arbeitet er intensiv an seiner künstlerischen Entwicklung. 1992 wurde er als Assoziiertes Mitglied in die VDMFK aufgenommen. Nur drei Jahre später erhielt er die Vollmitgliedschaft. Im Juli 2013 wurde er anlässlich der Vollversammlung in Wien in den Vorstand der VDMFK gewählt.

Die märkische Landschaft gehört zu den bevorzugten Motiven von Thomas Kahlau. Zudem finden sich Gebäude und Figuren in seinen in Öl, Aquarell und Acryl gemalten Bildern. Seine meist expressiven Werke waren in zahlreichen Einzelausstellungen in ganz Deutschland zu sehen. Zudem beteiligte er sich an internationalen Ausstellungen. Mit seiner Kunst konnte Thomas Kahlau schon des Öfteren Erfolge erzielen. Einen Höhepunkt seiner künstlerischen Laufbahn bildete der 10. Oktober 2000, als ihm vom deutschen Bundespräsidenten das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht wurde. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde sein künstlerisches Wirken und soziales Engagement gewürdigt. Des Weiteren war Thomas Kahlau auch literarisch tätig. Er publizierte ein Buch mit dem Titel „Die Kraft in mir“, in welchem er seine Lebensgeschichte festhielt.